ConstanzeVogt07

08.05.2020 | Kunst und Kultur

From the collection / Aus der Sammlung: Constanze Vogt

Im zweiten Beitrag unserer Serie "From the collection / Aus der Sammlung" stellen wir Constanze Vogt vor. Sie war im Jahr 2017/18 die 26. Stipendiatin der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn.

Constanze Vogt studierte von 2007 bis 2015 an der Muthesius Kunsthochschule Kiel mit einem Studienaufenthalt an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Im Jahr 2015 erhielt sie den Gottfried Brockmann Preis der Stadt Kiel. In ihren minimalistischen Werken werden Übergangsphänomene sichtbar. Ihre Materialien stammen aus dem Alltag: Papier, Garn, der Span eines angespitzten Bleistiftes. Vogts Objekte und Installationen sind gleichermaßen prozesshaft und flüchtig. Neben den selbstreferenziellen raumgreifenden Arbeiten entstehen Zeichnungen, anhand derer Vogt sich einen Möglichkeitsraum auf der Bildfläche erarbeitet.

Wir haben die Künstler*innen gebeten unser Kurzinterview zu beantworten, einen Kurzfilm aus dem Atelier #livefromthestudio zu liefern sowie 2-3 Werkaufnahmen aktueller Arbeiten.
Das Kurzinterview sowie eine Abbildung der Werke aus unserer Sammlung finden Sie auf dem Stiftungsportal, die Werkabbildung sowie den Film auf den Social-Media-Kanälen der Galerie in der Wassermühle Trittau:
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Schauen Sie vorbei!

Kurzinterview: Drei Fragen an... Constanze Vogt

Was verbindet Sie mit der Stiftung?
Mit der Sparkassen Kulturstiftung Stormarn stehe ich insofern in Verbindung, als dass ich 2017-2018 das großartige Stipendium in der Wassermühle Trittau hatte. Ich habe meine Zeit in der Mühle und dem tollen, geräumigen Atelier sehr genossen und meine Arbeit hat sich dort enorm entwickelt. Mehrere Serien, die in dieser Zeit entstanden sind, führe ich heute noch immer weiter.

Wie ist die Serie "O.T. (spira)“ (aus der Sammlung) entstanden?
Aus der Serie O.T. (spira) beispielsweise hat die Stiftung 3 Zeichnungen erworben. Es handelt sich dabei um Formen, die ich mit dem Fineliner und dem Lineal auf dem Papier entstehen lasse. Ich arbeite assoziativ und systematisch. Das heißt, ich versuche beispielsweise, die Drehung eines vertrockneten Blattes ins Bild zu übersetzen. Gleichzeitig suche ich durch eine systematische Positionierung der Linien auf dem Zeichenblatt neue, mir bisher unbekannte Formen. Um den Moment der Überraschung geht es mir im Arbeiten auch, wenn sich z.B. das Moiré in den Zeichnungen ergibt.
Die Frage, ob sich dieses Flimmern der Zeichnung in den Raum übersetzen ließe, hat mich zu der Serie „reifen“ geführt, die aus, an Holzreifen gespannten, Fäden besteht. Die Arbeit „reifen #2“ befindet sich ebenfalls in der Sammlung der Stiftung. Die Transformation von der Fläche oder der Linie in den Raum interessiert mich in fast all meinen Arbeiten. Die Serie „reifen“ stellt in dieser Hinsicht Bezüge zum Umraum und den Betrachter*innen her, die die Arbeit umschreiten und ihre Drehung erzeugen.

Woran arbeiten Sie aktuell?
Im Rahmen des Reutlinger HAP-Grieshaber-Stipendiums führe ich zurzeit alle Serien weiter, mit denen ich damals in Trittau begonnen habe. Für meine Einzelausstellung in der Museumsgalerie Reutlingen arbeite ich beispielsweise an großformatigen Objekten aus zusammengenähtem Kohlepapier. Dabei suche ich gerade nach dem Moment, in dem sich das Material durch seine spezifischen Eigenschaften verwandelt. Stipendien wie diese sind sehr wichtig für uns Künstler*innen. Sie geben uns durch die Zeit und den Raum, der unserer Arbeit zur Verfügung gestellt wird, die Möglichkeit, über uns selbst hinaus zu wachsen.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.constanze-vogt.de